Gemeinsam bekommen wir Ihr Schwitzen in den Griff.

Behandlungen

Ich biete in meiner Praxis in Ebenthal bei Klagenfurt ein großes Spektrum an Therapieformen bei starkem und krankhaftem Schwitzen an.

Nach Abklärung der Ursachen und einer ausführlichen Diagnostik berate ich Sie über die möglichen Therapieformen.

miraDry®

miraDry®

Mittels elektromagnetischer Wellen werden die Schweiß- und Duftdrüsen in der Achselregion dauerhaft zerstört, während das umliegende Gewebe geschont wird. Auch die Haarwurzeln werden verödet. Meist reicht eine einmalige ca. zweistündige Anwendung aus, um eine Reduktion der Schweißproduktion von über 82 % zu erzielen.

Mehr Informationen zu miraDry®

Vorteile:

  • Dauerhaftes Ergebnis sofort nach der Behandlung
  • Keine Narben, kein Einsatz von chemischen oder giftigen Substanzen
  • Kaum Schmerzen dank lokaler Betäubung
  • Kurze bis keine Ausfallzeit, Sport nach wenigen Tagen wieder möglich
  • Nebenwirkungen wie Hautrötung, Schwellungen klingen innerhalb weniger Tage bzw. Wochen ab

Nachteil:

  • Eine örtliche Betäubung der zu behandelnden Areale ist notwendig

Operationen

Operationen

Wenn bei schweren Erkrankungsformen alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, kommen operative Methoden in Betracht.

Schweißdrüsenabsaugung bei vermehrtem Schwitzen unter den Achseln:

Bei der Schweißdrüsen Operation werden Schweißdrüsen dauerhaft entfernt.

Mit den kombinierten Verfahren der Saugcurettage (Kombination aus Absaugung und Ausschabung) und der laserassistierten Schweißdrüsenabsaugung (Kombination aus Absaugung und Lasertherapie) werden ca. 60–80 % der Schweißdrüsen unter den Achseln zerstört. Die Eingriffe werden meist in örtlicher Betäubung oder in Kurznarkose durchgeführt. Mit kleinen Schnitten wird dabei der Zugang unter den Achseln geschaffen, um die Schweißdrüsen im gesamten Gebiet der Achselhöhle zu zerstören.

Vorteil:

  • 60–80 % der Schweißdrüsen werden zerstört

Nachteile:

  • Postoperative Nebenwirkungen wie Vernarbungen, Verklebungen, Lymphzysten, Wundheilungsstörungen oder auch Verbrennungen sind möglich
  • Es kann bei einem Teil der PatientInnen auch nach der OP zu übermäßigem Schwitzen kommen
  • Es muss 14 Tage lang ein Druckverband getragen werden
  • Schweres Heben ist erst nach vier bis sechs Wochen möglich

Operative Sympathikusblockade/-durchtrennung

Bei vermehrtem Schwitzen an Händen, Füßen und im Gesicht, schwerem Krankheitsverlauf und großem Leidensdruck besteht auch die Möglichkeit einer dauerhaften Durchtrennung der Nervenstränge, die die Schweißdrüsen steuern und entlang der Wirbelsäule verlaufen (endoskopische transthorakale Sympathektomie).

Vorteil:

  • Die Schweißproduktion wird fast zur Gänze gestoppt

Nachteile:

  • OP-Risiken (z. B. Lungenperforation, Hämatothorax, Nervenstrangverletzung, Narkoserisiko)
  • Kompensatorisches Schwitzen / massives Schwitzen an einer anderen Körperstelle in der Hälfte der Fälle
  • Horner-Syndrom (Pupillenverengung, herabhängendes Oberlid, eingesunkener Augapfel)

Sympathikolyse

Eine mögliche Alternative stellt die CT-gesteuerte Sympathikolyse dar. Hier wird mit einer langen Nadel unter computertomographischer Kontrolle eine Alkohollösung in den Nervenstrang injiziert und dieser dadurch gestört.

Vorteile:

  • Nur lokale Betäubung
  • Führt fast zur Schweißfreiheit

Nachteile:

  • Gefahr einer Nervenschädigung und somit des Horner-Syndroms (Pupillenverengung, herabhängendes Oberlid, eingesunkener Augapfel)
  • In einem Drittel der Fälle tritt kompensatorisches Schwitzen auf – massives Schwitzen an einer anderen Körperstelle
  • Der Eingriff muss je nach Wirkung wiederholt werden

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist ein hochwirksames Nervengift, das bisher bei Hyperhidrose eine der effektivsten Therapiemöglichkeiten darstellte.

Botulinumtoxin wird stark verdünnt direkt in die Haut gespritzt und blockiert die Steuerung der Schweißdrüsen. Wenige Tage nach der Injektion sind die behandelten Schweißdrüsen abgeschaltet. Am besten für die Behandlung eignen sich die Achselhöhlen. Eine Therapie an den Handflächen ist äußerst schmerzhaft und wird meist in Kurznarkose durchgeführt, die Fußsohlen werden nur in Ausnahmefällen behandelt. Botulinumtoxin kann bei übermäßigem Schwitzen auch im Stirn- und Nackenbereich eingesetzt werden.

Die Dauer der Therapie ist individuell und beträgt ca. vier bis sieben Monate. Für eine dauerhafte Schweißfreiheit muss die Therapie regelmäßig wiederholt werden.

Vorteil:

  • Verspricht für ca. vier bis sieben Monate Schweißfreiheit

Nachteil:

  • Muss zwei- bis dreimal jährlich wiederholt werden

Iontophorese

Leitungswasser – Iontophorese

Die Leitungswasser-Iontophorese ist ein physikalisches Verfahren mit ausgezeichneter Wirkung im Bereich der Hände und Füße.

Durch schwachen elektrischen Strom bewirken die Salze im Leitungswasser eine vorübergehende Hemmung der Schweißproduktion. Die Wirkung bei der Anwendung unter den Achseln, im Gesicht oder Nacken ist schwächer.

Anfangs muss die Behandlung alle zwei Tage durchgeführt werden, ca. zwei bis drei Wochen lang. Danach weiterhin ein- bis zweimal pro Woche, damit die Wirkung erhalten bleibt. Probegeräte können für zwei Monate angemietet werden.

Vorteile:

  • Therapie mit Leitungswasser, keine Chemie, keine giftigen Substanzen
  • 80 % der PatientInnen sprechen auf diese Behandlungsform an

Nachteile:

  • Muss in regelmäßigen Abständen angewendet werden und ist somit zeitintensiv
  • Es kann zu Nebenwirkungen wie Juckreiz, Rötungen und Bläschen kommen

Deos/Antitranspirante/ Pflanzliche Mittel

Deos

Deos enthalten Parfüm- und Duftstoffe, Alkohol und milde Desinfektionsmittel und meist auch pflanzliche Substanzen. Der Alkohol und die Desinfektionsmittel töten Bakterien ab und reduzieren dadurch die Geruchsbildung.

Aluminiumhaltige Deos sind Deos, denen zusätzlich zu obigen Bestandteilen bis zu 5 % Aluminiumchlorid beigefügt ist, das die Ausgänge der Schweißdrüsen verstopft. Allerdings tritt dieser Effekt nur ein, wenn man diese Deos abends vor dem Zubettgehen aufträgt, weil das Aluminium tagsüber vom Schweiß weggespült wird und daher seine Wirkung nicht entfalten kann.

Vorteile:

  • Einfache Anwendung
  • Erhältlich in jeder Drogerie

Nachteil:

  • Deos sind meist unzureichend, um das Problem des starken Schwitzens in den Griff zu bekommen

Antitranspirante

Antitranspirante sind aluminiumhältige Schweißhemmer in flüssiger (Roll-on-), Gel- oder Cremeform mit unterschiedlichen Aluminiumkonzentrationen von 5–30 %. Für die Fußsohlen gibt es auch aluminiumhältige Puderanwendungen.

Das in Antitranspiranten enthaltene Aluminiumchlorid dringt in die Schweißdrüsenenden ein und verstopft sie. Dafür braucht es aber einige Stunden Einwirkzeit. Deshalb sollen Antitranspirante abends vor dem Zubettgehen aufgetragen werden. Die Anwendung erfolgt anfangs täglich und nach Einsetzen der Wirkung nur mehr zwei- bis dreimal pro Woche. Wichtig: Aluminium sollte bei gereizter Haut und an Tagen, an denen die Achseln rasiert werden, nicht angewendet werden. Derzeit gibt es aus medizinischer Sicht keinen eindeutigen Hinweis, dass Aluminium Demenz oder Brustkrebs auslöst, jedoch wird bei einer gestörten Hautbarriere bis zu sechsmal mehr Aluminium aufgenommen als normal.

Vorteil:

  • Einfache Anwendung

Nachteil:

  • Meist unzureichend, um das Problem des starken Schwitzens in den Griff zu bekommen

Pflanzliche Mittel – Naturstoffe

Salbei: Bei starkem Schwitzen wird oft Salbei angewendet. Die enthaltene Rosmarinsäure wirkt schweißhemmend und der Wirkstoff Thujon wirkt auf das Temperaturregulationszentrum im Gehirn. Salbeiprodukte werden in vielen unterschiedlichen Anwendungsformen angeboten: als Tee, Kapsel, Tropfen und als Abreibung. Salbei ist immer einen Versuch wert, vor allem bei vermehrtem Schwitzen in den Wechseljahren.

Apfelessig: Apfelessig wird bevorzugt abends an den betroffenen Stellen verdünnt angewendet und bewirkt, dass sich die Schweißdrüsenenden zusammenziehen. Gleichzeitig reduziert der saure PH-Wert des Apfelessigs die Bakterien auf der Haut.

Bockshornklee: Bockshornklee wirkt antibakteriell und reduziert daher den Schweißgeruch und hat auch eine schweißhemmende Wirkung. Ein Sud aus Bockshornkleesamen kann zum Waschen oder als Badezusatz verwendet werden.

Auch Eichenrinde und Walnussblätter können durch ihre adstringierende Wirkung zur Schweißverminderung beitragen.

Vorteil:

  • Pflanzliche Mittel haben praktisch keine Nebenwirkungen

Nachteil:

  • Sie sind bei übermäßigem, krankhaftem Schwitzen zu wenig wirksam