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Schweißflecken müssen nicht sein!

Hyperhidrose

Bei sehr starkem und unkontrolliertem Schwitzen kann es sein, dass man unter Hyperhidrose leidet – unter krankhaftem Schwitzen. Etwa drei Prozent der Bevölkerung sind von diesem Krankheitsbild betroffen, bei dem die Schweißbildung bis um das Hundertfache erhöht ist.

Bei der Hyperhidrose bildet der Köper auch ohne körperliche Aktivität, psychischem Stress oder hohe Außentemperatur übermäßig viel Schweiß. Diese Schweißausbrüche erfolgen attackenartig und unkontrollierbar.

Die übermäßige Schweißproduktion führt meist zu großen Schweißflecken unter der Achsel und wird von einem unangenehmen Schweißgeruch begleitet – für Betroffene eine erhebliche psychische Belastung, da dies als peinlich und unangenehm empfunden wird. Dieser emotionale Stress kann zu Depressionen und sozialem Rückzug führen.

Aufgrund der dauerhaften Durchfeuchtung der Haut kann es aber auch zu gesundheitlichen Problemen kommen. Hautreizungen, Ekzeme und Pilzinfektionen treten bei Hyperhidrose vermehrt auf.

„Die für mich empfehlenswerteste Therapie bei sehr starkem Schwitzen ist die miraDry®-Behandlung. Sie ist die schonendste Methode, muss in den meisten Fällen nur einmal durchgeführt werden und erzielt hervorragende dauerhafte Ergebnisse.“

Dr. Hannes Kolle

Mehr Informationen zu miraDry®

 

Die Hyperhidrose auf einen Blick

Primäre Hyperhidrose

liegt in 90 % der Fälle vor

Ursachen:

  • Es können keine Ursachen erhoben werden.

Unterscheidungsmerkmale:

  • Primäre-Hyperhidrose-PatientInnen schwitzen nicht in der Nacht. Sie tritt meist vor dem 25. Lebensjahr auf und es gibt eine familiäre Neigung – oft sind mehrere Familienmitglieder betroffen. Es wird meist nur lokal geschwitzt: unter den Achseln, an den Handflächen, Fußsohlen, im Gesicht.

Therapiemöglichkeiten:

Es gibt Therapiemöglichkeiten wie miraDry® oder klassische Formen

Sekundäre Hyperhidrose

liegt in 10 % der Fälle vor

Ursachen:

  • Die sekundäre Hyperhidrose ist immer ein Symptom, z. B. für Übergewicht, zu viel Alkoholkonsum, erhöhten Stress, hormonelle Störungen, Medikamente, Tumore, Infektionskrankheiten, neurologische Erkrankungen. Die Ursache muss medizinisch abgeklärt werden.

Unterscheidungsmerkmale:

  • Sekundäre-Hyperhidrose-PatientInnen schwitzen auch nachts. Das Problem tritt meist nach dem 25. Lebensjahr auf. Betroffene schwitzen am ganzen Körper.

Diagnostik

Welche Form der Hyperhidrose vorliegt bzw. welche medizinische Ursache den Symptomen zugrunde liegt, wird mittels der Diagnostik ermittelt. Diese umfasst unter anderem eine ausführliche Erhebung der Vorgeschichte bzw. der bisherigen Krankheitsgeschichte und gegebenenfalls weitere Untersuchungen. Nur so können wir für Sie einen passenden maßgeschneiderten Therapieplan erstellen.

Diagnostische Mittel:

  • Jede Diagnostik bedarf einer ausführlichen Erhebung der Vorgeschichte
  • Jod-Stärke-Test (= Minortest) zur Feststellung der Schweißareale
  • Gravimetrietest zur Messung der Schweißmenge
  • Score zur Messung der Größe und des Schweregrads der Schweißflecken
  • HDSS – Score zur Erfassung der Einschränkung der Lebensqualität
  • Evtl. Blutbefund
  • Evtl. Überweisung an andere Fachärzte zur weiteren Abklärung